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Doshin the Giant

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 Spiel-Infos: Doshin the Giant
Doshin der Gigant Boxart Name: Doshin the Giant (PAL)
Entwickler: Nintendo EAD
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 20. September 2002
Genre: Strategie
Spieler: 1
Features:
keine

Es könnte gut sein, dass euch der Name Doshin schon zu N64 Zeiten begegnet ist. Damals hat Nintendo nämlich schon einmal ein Doshin Spiel veröffentlicht, leider aber für das Japan exklusive Zusatzlaufwerk des N64, das 64DD. Umso erfreulicher ist es, dass sich Nintendo jetzt doch noch entschieden hat, dieses sehr japanische Spiel auch in den Westen herauszubringen, ja sogar exklusiv in Europa. Nun bleibt jedoch die Frage, ist dieses Spiel auch etwas für uns Europäer oder ist die sehr japanische Thematik doch abschreckend? Der folgende Artikel soll dies so gut es geht klären.

Ich bin ein Zeitzeuge…
Die Story von Doshin the Giant gestaltet sich relativ unspektakulär. Zu Beginn eines neuen Spiels werdet ihr durch ein schickes, kurzes FMV ins Spielgeschehen eingeführt. Ein Sprecher erzählt in deutscher Sprache von einer Legende, die die Inselbewohner seit Generationen an ihre Nachkommen weitergeben, eine Legende von einem Riesen, der bei Sonnenaufgang erscheint und beim Sonnenuntergang wieder entschwindet. Seine Aufgabe besteht darin, den verschiedenen Stämmen auf der Insel bei der Entwicklung ihrer Kultur zu helfen. Man muss also auch dafür sorgen, dass sich neue Kulturen aus den alten entwickeln, indem man zwei Menschen aus verschiedenen Stämmen zusammenbringt und diese einen neuen Stamm gründen.

Black & Doshin?
Wenn man sich diese Thematik anschaut, kommt einem schnell der Gedanke, dass man so etwas doch schon einmal in einem anderen Spiel erlebt hat. Bei näherer Betrachtung weist Doshin jedoch sehr viele Differenzen zu Molyneux Götterspiel auf. Als erstes wäre da natürlich die Tatsache, dass man keinen Gott kontrolliert, sondern einen Riesen. Dieser ist ganz und gar nicht allmächtig und ohne die Gunst (oder den Hass?) der Inselbewohner, ist dieser nahezu machtlos. Überhaupt ist es sehr wichtig, dass man seine Schützlinge so gut es geht bei ihren Bedürfnissen unterstützt. Mal wollen sie Bäume haben, damit die Umgebung blüht und gedeiht und ein anderes Mal ist ihnen ein Berg im Weg. Besonders bei letzterem kann Doshin schnell an seine natürlichen Grenzen stossen, weil er einfach nicht gross und mächtig genug ist, einen riesigen Berg zu ebnen. Doch man kann sich Abhilfe verschaffen, nämlich durch die Inselbewohner. Hilft man ihnen, wird man mit Herzen belohnt und sobald man einen vollen Kreis an Herzen gesammelt hat, wächst der Riese ein kleines Stückchen. Dadurch kann er jetzt grössere Objekte bewegen und höhere Berge erklimmen, jedoch ist er auch eine grössere Gefahr für die Inselbewohner, weil er mit seinen grossen Füssen sehr schnell einen der kleinen Menschen platt treten kann.

 Autor:
Cyril Lutz
Testbericht
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Leserwertung:
7.1