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Donkey Kong: Jungle Beat

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 Spiel-Infos: Donkey Kong: Jungle Beat
Donkey Kong: Jungle Beat Boxart Name: Donkey Kong: Jungle Beat (PAL)
Entwickler: Nintendo EAD - TDG1 (Takao Shimizu)
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 04. Februar 2005
Genre: Jump 'n' Run
Spieler: 1
Features:
DK Bongos
Spiele werden immer komplexer – mehr Moves, mehr Modi, mehr Monster. Das eine Spiel bekommt mehr Blut, dem anderen spendiert man allgemein mehr Farbe. Realistischer. Futuristischer. Ein innovatives Spiel zeichnet sich durch eine neue Spielidee aus und nicht mehr durch eine Vielzahl solcher. Kein Wunder, dass alles auf die Revolution wartet.
Doch um ein altes GU-Motto aufzugreifen: Warum denn nach den Sternen greifen, wenn das Universum doch viel näher ist. Keiner weiß, was die nächsten Jahre wirklich bringen, doch Anfang Februar kam Donkey Kong: Jungle Beat. Ein Jump’n Run.
 
Weil wir Anfänger sind
Richtig, derselbe Donkey Kong, mit dem Nintendo bekannt wurde, soll nun, 23 Jahre später, wieder Videospielgeschichte schreiben. Hinter dem angehenden Meilenstein steht ein überdurchschnittliches Jump’n Run mit einer ungewöhnlichen Steuerung. Nicht wie sonst, suchen Spieler vergeblich nach der richtigen Taste am Controller, sondern benutzen die im Herbst mit dem Musikspiel „Donkey Konga“ veröffentlichten Trommeln. Eilige Schläge auf eines der Trommelfelder bewegen den König des Dschungels in die jeweilige Richtung. Ein Trommelschlag auf beide Felder lässt den Affen springen. Um hartnäckigen Gegnern eins zu verpassen, Bananen einzusammeln oder spezielle Stellen im Spiel zu aktivieren, gibt es noch den Handklatscher. Die Stampfattacke hat man übrigens auch nicht vergessen. Ein Doppelter Trommelschlag lässt Donkey auch diese beliebte Attacke ausführen. Auf ähnliche Weise funktioniert ein Wandsprung. Ungewöhnlich fühlt sich die neue Bewegungsfreiheit anfangs schon an, aber schon nach einem Level sind die wichtigsten Mechanismen erlernt.

Du musst dahin wo es weh tut
Doch nicht nur die Steuerung sorgt für Wirbel im angestaubten Genre. Auch beim Leveldesign hat sich Nintendo kräftig mit Ruhm bekleckert. Es sind nicht einfach nur grünende Dschungellandschaften, kühle Eis- und heiße Feuerhöhlen sowie lebendige Unterwasserwelten. Die 3D Welt lädt trotz der 2D Perspektive nicht nur zum Entdecken, sondern auch zum Verweilen ein. Am Rand stehen kleine Äffchen, die Donkey durch Klatschen anfeuern oder Tipps geben. Das Gras wippt im Takt des Windes und in der Ferne strahlt der blaue Himmel. Der gesamte Aufbau ist ein geschicktes Konstrukt, was zusammen mit dem Gameplay ein Gesamtkunstwerk bildet. Keine Sprungmöglichkeit, keine Affenschleuder, nicht einmal die Gegner wurden ohne Hintergedanken an ihre Stelle gesetzt. Und besiegt man einen Gegner durch heftiges auf ihn „Einklatschen“, setzt Donkey zu einem kleinen Sprung an, der einem vielleicht schon dem nächsten Element näher bringt, das eine Bodenberührung verhindert. Nichts in diesem Spiel ist zufällig. Grund hierfür ist vor allem die primäre Aufgabe des Spiels, möglichst viele Bananen für möglichst hohe Medaillen-Platzierungen zu sammeln. Dadurch werden neue Level freigelegt und natürlich spielerisches Können dokumentiert.
 Autor:
Martin Eiser
Testbericht
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Leserwertung:
8.6