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Die Hard: Vendetta

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Ich glaube ich hab ´ne Kugel im Auge?
Wenn man das Spiel das erste Mal anspielt, kommt einem die Grafik nicht gerade überwältigend vor. Ist die Konkurrenz wie Timesplitters doch technisch ausgefeilter, offenbart sich einem die Grafikpracht bei 'Die Hard' erst später im Spiel. Die Effekte sind nämlich nicht in so großer Anzahl vorhanden, dafür aber umso schöner. Ob nun Explosionen oder Lichteffekte, alles sieht gleichgut aus. Auch die Figuren an sich sehen sehr gut aus, leider werden aber die Charakter-Modells sehr häufig wiederverwertet und es kommt einem manchmal komisch vor, wenn fast alle Polizisten aussehen wie aus dem Klonlabor. Die Lippen-Synchronisation ist nicht so perfekt wie z.B. bei Eternal Darkness, aber überzeugen vermag, auch wenn die deutsche Sprachausgabe noch mal ein paar Abzüge bekommt. Die Texturen sind zwar meistens gestochen scharf, aber wiederum so klein abgespeichert, dass sie sich auf einer Mauer tausendfach wiederholen. Die Zwischensequenzen sind ebenfalls auf den ersten Blick nichts besonderes, aber je weiter man in der Story vorankommt, umso spektakulärer werden die Umgebungen und Schauplätze. Jedoch ruckelt das Geschehen teilweise, was uns bei der eher durchschnittlichen Optik unerklärlich erscheint. Dafür ist der Sound umso besser: Egal ob man nun an einer Wand einem Gespräch der Terroristen belauscht oder eine der vielen Waffen benutzt; der Sound ist immer glasklar. Natürlich unterscheiden sich die Waffen im Tonfall und auch das Nachladen klingt individuell anders.

Fazit
Trotz der anfänglichen Schwächen kann dieses Spiel durchaus überzeugen. Die Hard Vendetta ist weitaus mehr als nur ein normaler Shooter. Neben der sehr gelungenen Story ist es die Spieltiefe, die diesen Titel von den restlichen Shootern abhebt. Denn 'Die Hard' ist kein Spiel für Leute die es bevorzugen, erst zu schießen und dann zu fragen - obwohl es entgegen der Meinungen der Entwickler kein Problem darzustellen vermag, ein Level im Doom-Stile durchzuspielen. Natürlich hat das Spiel auch seine Schwächen, wie die Grafik, die sich leider keineswegs vom Rest abhebt. Auch der fehlende Multiplayer zieht dem Spiel ein paar Punkte ab – was sich besonders beim Dauerspaß bemerkbar macht. Ein schöner Coop-Modus wäre sicherlich auch, vom technischen her, möglich gewesen. Jedoch fehlte nach eigenen Aussagen des Chef-Entwicklers die nötige Zeit – schließlich war der besagte Multiplayer-Modus geplant und gar in Entwicklung. Nichtsdestotrotz ist Die Hard Vendetta, vor allem wegen der Sprachausgabe, eine gründliche Überlegung wert für jeden Bruce Willis- und John McClane-Fan, oder für denjenigen, der getrost auf einen Mehrspielermodus in einem Shooter verzichten kann und mehr Wert auf Story oder forderndes Gameplay legt. Notfalls hilft immer noch ein Probespiel beim Händler ihrer Wahl, wobei da wieder gesagt werden muss, dass gerade der Anfang des Spiels nicht vollends überzeugen kann und das Spiel erst nach längerem Spielen sein volles Potential entfaltet.

 Autor:
Rene Leckband
Testbericht
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Leserwertung:
5.7