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Die Hard: Vendetta

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Der erste Level verläuft etwas schleppend, habt ihr dieses aber gemeistert, offenbart sich euch eine Story, die aus den wenigen First Person Shootern auf dem Cube durchaus hervorzustechen vermag. Denn offensichtlich will Gruber Rache an John nehmen, der seinem Vater damals den Gar ausmachte, und so verschlägt es John unter anderem in die Hollywood Studios, in das Polizeipräsidium – er wird auch mal wieder selber verhaftet und muss sich aus dem Gefängnis befreien – bis hin zu den legendären Nakatomi Plaza, welches man zum zweiten Mal in Schutt und Asche legen darf.

Was guckst du so, Schwanzgesicht?
Die Sprachausgabe ist das Tüpfelchen auf dem i, und macht das Spiel zu einem absoluten Muss für alle Bruce Willis Fans. Denn niemand anderes als Manfred Lehmann übernimmt in der deutschen Version die Sprachausgabe von John McClane. Dem nicht genug ist die deutsche Version so gut wie ungeschnitten, was anzügliche Bemerkungen seitens der Charaktere angeht. Zwar wurden Wörter wie „Motherfucker“ in Englisch belassen, tragen aber so auch ihren Teil zur Atmosphäre des Spiels bei. Auch die humoristischen Beiträge des Hauptcharakters sind sehr amüsant und könnten wirklich aus einem Film stammen. Dazu ist diese Funktion auch wichtig um wertvolle Informationen zu erhalten, denn man ist sehr oft auf die Geschwätzigkeit von anderen angewiesen, die man ab und zu auch mal mit einer kleinen Drohung zum Singen oder zum Helfen bringen muss. Für alle die mit Synchronstimmen nichts anfangen können, gibt es auch die Möglichkeit gleich von Beginn an mit englischer Sprachausgabe zu spielen, wobei man aber auf die Originalstimme von Bruce Willis leider verzichten muss, da der Entwickler die Lizenz nicht gekriegt hat, was sich auch im Aussehen des Protagonisten niederschlägt – oder man verändere sich mit der Zeit so stark? ;-) Dafür hat man aber die Originalstimme von Reginald Vel Johnson, welcher den meisten besser als Captain Al Powell bekannt ist, im Spiel.

Adventure Shooter?
Im Gegenteil zu den meisten Shootern ist 'Die Hard' kein reiner Shooter, denn man muss auch sehr oft mal den Kopf gebrauchen. So muss man unter anderem oft erstmals Informationen sammeln, bevor man zur Tat schreitet. Auch muss man oft Items kombinieren um weiter zu kommen. Wie auch schon angesprochen, ist das Tarnen ein Hauptteil des Spieles, denn eine unbedachte Bewegung und man kann ein Level von vorne beginnen. Ob nun eine Geisel erschossen wird, oder man von Wachen erwischt wird; sobald eine aufgegebene Aufgabe nicht mehr erfüllt werden kann, muss man wieder von vorne anfangen. Hierbei wird man dann zum letzten Checkpoint gebracht, von denen es in einigen Level sehr viele gibt. Der Levelumfang ist manchmal enorm und man hat oft das Gefühl als hätte man drei Levels daraus machen können. Aber natürlich bietet das Spiel auch eine menge Shooter-Action und so habt ihr eine breite Palette an Handfeuerwaffen, Maschinenpistolen und andern Sachen wie Flammenwerfer, Proximity Mines oder gar Raketenwerfer. Die KI der Gegner ist sehr angenehm und man hat nie das Gefühl als wären sie zu blöd oder zu klug. Sie reagieren wie richtige Menschen und schauen nach Geräuschen oder rotten sich zu Gruppen zusammen wenn sie John mal entdeckt haben.

 Autor:
Rene Leckband
Testbericht
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Leserwertung:
5.7