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Burnout

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Mogelpackung?
Mag das Auswahlmenü der Strecken zwar auf den ersten Blick mit 14 recht üppig erscheinen, wird man bei genauerem Hinsehen erkennen, dass es sich dabei teilweise um die selben handelt. Sie haben zwar einen anderen Namen erhalten, unterscheiden sich aber in der Streckenführung nicht. Das Gute daran ist, dass man es kaum merkt. Denn auch wenn die Streckenverläufe die selben sind, ist es ein vollkommen anderes Gefühl. Denn ein Mal fährt man die Strecke bei Sonnenschein und beim anderen Mal im Dunklen, bei Regen oder gar verkehrt herum. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass es in dem Spiel eigentlich nur sechs Strecken gibt, nur eben in mehrfacher Ausführung. Dafür sind sie meist wirklich lang. Es ist keine Seltenheit, dass man für eine Runde deutlich mehr als zwei Minuten benötigt. Bei einem Rennen über drei Runden kommt da schon so einiges an purer Spielzeit zusammen. Umso höher allerdings ist der Frust, wenn man kurz vor dem Ziel zum Wiederholen der Strecke gezwungen wird. Übrigens sind die Streckenverläufe die selben, wie bei der PS2 Version, die schon vor einiger Zeit erschien. Aber es handelt sich nicht um einen 1:1 Port. So wurden nicht nur einige Grafiken verbessert, auch die Lichtverhältnisse der Strecken wurden verändert. So scheint einem beim GameCube beispielsweise die Sonne auf einer Strecke entgegen, die auf der PlayStation 2 im Dunklen lag. Leider muss aber erwähnt werden, dass einige Lichteinfälle nicht so blendend waren. Besonders in Tunneln kommt es vor, dass es so dunkel ist, dass man nichts erkennen kann.

Flott flott
Die Grafik von Burnout ist gut, nicht viel mehr, aber bestimmt auch nicht weniger. Man hat sicher schon mal detailliertere Autos gesehen, dafür sind bei Burnout gleich Massen davon zugleich auf dem Bildschirm, auch noch ausgestattet mit Environment Mapping. Zudem bietet das Spiel sehr scharfe Texturen. Das eigentlich Erstaunliche dabei: Die beinahe unglaubliche Geschwindigkeit, die trotz der vielen Vehikel auf dem Bildschirm erreicht wird. Und das ohne dass die Grafik ins Stocken gerät, das Spiel bleibt absolut flüssig. Zusätzlich ist noch ein 60Hz Modus anwählbar.
Weniger gefällt einem da der Sound. Die gebotenen Musikstücke sind doch eher Geklimper, was vielen auf die Nerven gehen dürfte. Die Sounds der Autos gehen aber in Ordnung.

Fazit
Burnout ist ein Rennspiel, was wohl genauso viele Feinde wie Fans haben dürfte. Wer auf schnelle Rennspielaction steht und genug Ehrgeiz aufweisen kann, auch härtere Rennen zu durchstehen, für den sollte das Spiel gut geeignet sein. Anderen wiederum dürften die vielen Crashes mit deren Wiederholungen nach einer Weile eher nerven, als dass sie einen begeistern. Aber alleine für den Adrenalinkick beim Durch-den-Gegenverkehr-Rasen sollte man das Spiel einmal anspielen.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
7.3