GameCube » Tests » B » Burnout

Burnout

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...

Boooooost
Ist die Boostleiste komplett aufgebaut, erfährt man erst die wahre Geschwindigkeit, die in Burnout steckt. Der Boost kann nämlich nur angewendet werden, wenn die Anzeige komplett gefüllt ist. Sie leert sich aber wieder zu einem großen Teil, wenn man einen Unfall baut. Dort liegt auch einer der nervenaufreibendsten Punkte. Da arbeitet man mehrere Minuten, um endlich mal den Boost einsetzen zu können und kaum ist er voll, versperrt einem ein Anhänger den Weg, sodass man kaum eine andere Möglichkeit hat, als in selbigen hineinzufahren. Aktiviert wird das Ganze durch den analogen R-Button. Betätigt man diesen, nimmt das Auto sofort drastisch an Geschwindigkeit zu. Den Effekt der puren Geschwindigkeit steigert noch die Musik, die in dem Fall aussetzt und dem Spieler noch mehr das Gefühl gibt, an der Zeit vorbeizurasen. Des weiteren verschwimmen die Umrisse des Bildes, sodass eine Art Fischaugen-Optik entsteht. Dieser Effekt ist zwar schon aus Spielen wie Extreme G 3 oder auch Driven bekannt, nur wurde er hier wesentlich dezenter eingesetzt, was realistischer wirkt. Gelingt es einem, den Boost komplett einzusetzen ohne vom Gas zu gehen, hat man einen sogenannten Burnout vollbracht. Rast man zusätzlich auch noch durch den Gegenverkehr, ist die Anzeige direkt danach meist schon wieder gefüllt, sodass man gar keine Pause zwischen zwei Burnouts haben muss. Mit ein wenig Übung gelingt es einem später sogar vier oder mehr Burnouts hintereinander zu haben.

Replay, noch ein Replay... und noch eines!
Abrupt gebremst wird man aber allzu oft von Crashes. Wie bereits erwähnt sind die Straßen meist voll von mehr oder minder großen Karren, die einem die Fahrt erschweren. Rast man nun in irgendeiner Weise gegen ein anderes Fahrzeug oder eine Begrenzung, tritt ein weiteres für manche vielleicht fragwürdiges Feature des Spiels in Kraft. In so einem Fall bekommt der Spieler nämlich gleich drei Replays des Unfalls geboten. Natürlich in Zeitlupe, mit drehender Kamera und sonstigen Effekten, die ein Replay ausmachen. So weit so gut, nur können einen die Replays nach den ersten Minuten ein wenig auf die Nerven gehen, zumal im dritten Kameraschwenk oft nur noch das liegende Wrack präsentiert wird. Besonders zu Beginn, wo man noch in jedes naheliegende Gefährt hineinrast, wünscht man sich, sie mit einem einfachen Knopfdruck abbrechen zu können, was aber nicht möglich ist. Man hat einfach oft das Gefühl, die Dynamik des Rennens würde einem durch die ständigen Unterbrechungen genommen. Heiße Kopf- an Kopf Duelle mit den Kontrahenten werden so selten, weil man manchmal nur schräg gegen die Leitplanke zu kommen braucht, um eine sekundenlange Wiederholung des rollenden Autos zu sehen. Dennoch macht es großen Spaß, den Gegner ein wenig abzudrängeln und so in die nächstbeste Wand krachen zu lassen. Nur bei spektakuläreren Unfällen, wo mindestens eines der Fahrzeuge durch die Luft gewirbelt wird, schaut man sich die Replays gerne an. Übrigens wird einem auch noch die Ziffer angezeigt, wie viel Schaden der Unfall verursacht hat, was auch in den Statistiken gespeichert wird.
Auffallen tun dort auch die Schadensmodelle. Die Autos werden zerbeult und das Glas der Fensterscheiben springt heraus. Das sieht zwar recht gut aus, nur wünscht man sich so ein Schadensmodell auch während des Fahrens selber. Es ist nämlich egal, wie viele Wagen man zerdellt hat, im Rennen selber ist das Auto immer wie neu. Es wäre eventuell für viele schöner gewesen, ein zerbeultes Auto nach einer kleinen Rangelei zu haben, als sich den Zusammenstoß im Replay anzuschauen. Dafür lassen sich für Liebhaber dieses Features die Wiederholungen speichern und später nochmals ansehen.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
7.3