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Burnout

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 Spiel-Infos: Burnout
Burnout Boxart Name: Burnout (PAL)
Entwickler: Acclaim Entertainment
Publisher:
Erhältlich seit: 03. Mai 2002
Genre: Racer
Spieler: 1-2
Features:
60 Hz Modus

Realistische Rennspiele sind im Moment noch etwas rar gesät auf Nintendos GameCube. Schaut man sich einige Bilder von Burnout an, könnte man allerdings glatt auf den Gedanken kommen, es wäre endlich Futter für Simulationsfetischisten gefunden. Doch weit gefehlt, denn Burnout ist ein realistisch anmutender Racer, der allerdings mit solchen Features ausgestattet ist, dass besonders Freunde schneller Action auf ihre Kosten kommen werden.

Rasereien durch die Stadt
Wie es bereits die Verpackung des Spiels verspricht, setzten die Entwickler von Burnout ihr Hauptaugenmerk auf die Geschwindigkeit. Gefahren wird allerdings nicht auf leergefegten Rennstrecken, sondern durch die belebten Straßen großer Städte. Es befinden sich also bei weitem nicht nur die echten Kontrahenten auf der Strecke, sondern auch zahlreiche zivile Fahrzeuge. Diese fahren auch so, wie es sich gehört. Vor einer roten Ampel stoppen sie, fahren schön langsam blinkend durch die Kurven und halten sich brav an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Allerdings ist es dem Spieler nicht möglich, wie ein Verrückter durch alle Straßen einer Stadt zu heizen. Durch grüne Barrieren wird man immer auf der vorgesehenen Strecke gehalten. Dadurch, dass so viel auf der Straße los ist, kann man sich gar nicht auf die insgesamt drei gegnerischen Fahrer konzentrieren. Man kommt sich häufig viel mehr so vor, wie jemand, der seine schwer schwangere Frau schnellstmöglich ins Krankenhaus bringen muss und sich dabei den Weg durch den engen Stadtverkehr zur bahnen hat... Das alles natürlich bei höchster Geschwindigkeit. Passend dazu wurde dem Spiel auch eine arcadelastige Steuerung spendiert. Wahlweise kann entweder mit den Buttons A beziehungsweise B oder aber mit dem C-Stick Gas gegeben sowie gebremst werden. Nachteil bei der Steuerung mit dem C-Stick ist aber, dass Drifts schwierig ausgeführt werden können. Dazu ist es nämlich oft nötig, den A- und B-Button schnell zu wechseln oder gar gleichzeitig zu betätigen, was per Stick schlicht nicht möglich ist. Die Ansicht wird mit dem Steuerkreuz gewechselt. Nur leider gibt es lediglich zwei Ansichten, aus denen gefahren werden kann: Einer Außenansicht und der noch schnelleren Stoßstangenperspektive.

Geisterfahren rult [irgendwie]
Eines der großen Features bei Burnout ist die Boostleiste. Das hört sich auf den ersten Moment zwar nicht sonderlich besonders an, aber die Art, wie diese aufgefüllt werden muss, ist komplett neu. Je gefährlicher und riskanter man nämlich fährt, umso schneller ist die Leiste gefüllt. Dies wird in drei Arten unterteilt: Die erste Möglichkeit ist die, so knapp wie möglich an anderen Fahrzeugen vorbeizusausen. Dabei ist es egal, ob der Verkehr in die selbe Richtung wie man selber fährt. Hauptsache ist, man fährt knapp vorbei, ohne aber mit dem anderen Vehikel in Kontakt zu kommen. So bekommt man einen kleinen Teil auf seine Boostleiste. Etwas schneller geht das Ganze mit Drifts. Je länger ein Drift dauert, umso mehr füllt sich die Leiste. Anfangs ist es noch ein wenig schwer, auf diese Art und Weise etwas zu bewerkstelligen, doch hat man ein paar Runden hinter sich, kommt man auch mit dem Driftverhalten der Autos klar. Die schnellste Möglichkeit an den begehrten Booster zu gelangen ist aber das Fahren im Gegenverkehr. Dies ist natürlich besonders gefährlich und man muss wirklich höllisch aufpassen, nicht frontal mit einem anderen Fahrzeug zusammenzustoßen. Wer aber denkt, dieser Gefahr mit Leichtigkeit entgehen zu können, der irrt. Einige Strecken verlaufen nämlich so, dass der Spieler dazu gezwungen wird, in den Gegenverkehr zu brausen.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
7.3