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Battle Stadium D.O.N

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Grafik und Sound
Die Grafik gibt sich ordentlich. Die Charaktermodelle könne nicht hundertprozentig überzeugen, sind aber den Vorbildern aus Manga und Anime treu genug nachgebildet und haben genügend hübsche Details. Die Levels sind ansprechend gestaltet, ebenfalls nach Vorlagen aus den Serien, etwa die Flying Lamb aus One Piece, der sterbende Planet Namek aus Dragon Ball oder der Platz des Showdowns zwischen Naruto und Sasuke. Trotzdem hätte technisch von allem etwas mehr gut getan, mehr Polygone, um rundere Charakter-Modelle hinzubekommen, schärfere Texturen und eine bessere Beleuchtung (Schatten fehlen gänzlich) wären nett gewesen. Dafür ruckelt das Spiel nicht, selbst wenn mehrere Charaktere gleichzeitig ihre Spezial-Attacken, die wirklich pompös aussehen, einsetzen und dabei durch ein Item zu Riesen geworden sind. Technisch demnach nur befriedigend, stilistisch sehr ordentlich, aber auch hier verbesserungswürdig. Der Sound stammt teilweise direkt aus den jeweiligen Anime-Serien, fällt jedoch kaum auf während der hektischen Kämpfe. Die Soundeffekte sind wesentlich knalliger und lassen vor allem die Energieattacken der Saiyajins erbeben. Zudem gibt es, soweit ich es beurteilen kann, die original japanischen Synchro-Stimmen aus den jeweiligen Animes. Grafik und Sound geben sich zweckmäßig, ohne wirklich negativ aufzufallen.

FAZIT
Mehr Feinschliff, das ist es, was ich mir bei fast jedem Aspekt des Spiels gewünschte hätte. Die Bewegungen der Spielfiguren könnten genauer sein, die Charaktermodelle könnten noch etwas besser aussehen, das Ausführen der diversen Moves könnte exakter sein, die Ladezeiten könnten kürzer sein, die Items könnten entscheidender sein etc. Man merkt dem Spiel an, dass es sich um einen Versuch handelt, um zu sehen, ob dieses Crossover auf Heimkonsolen funktioniert. Deshalb bietet das Spiel wohl auch nur 20 spielbare Charaktere, sechs aus Naruto, sechs aus One Piece und acht aus Dragon Ball. Durch all diese Unfeinheiten wird Battle Stadium D.O.N vorallem zum spaßigen Party-Gekloppe für Anfänger. Das ist einerseits ein Bonus für Spieler, die kaum das Hobby teilende Freunde haben, bietet hingegen wenig Motivation für exzessive Zockergemeinschaften, die sich Skills aneignen wollen. Dazu kommt, dass das Spiel teils schlecht ausbalanciert ist, so kann man Kakashi in eins-gegen-eins-Kämpfen eigentlich vergessen, weil er den Gegner mit seinen durch Kuchiyose no Jutsu herbeigerufenen Hunden festnageln und dann in aller Ruhe seine Spezial-Attacke, das Chidori, voll aufladen kann, ohne, dass der Gegner sich irgendwie wehren könnte. Auch andere Charaktere haben krassere Stärke-Diskrepanzen, so besitzt Ruffy enorm viele Nahkampf-Attacken, die durch seine Gummi-Mensch-Fähigkeiten gleichzeitig weit reichen. Hier zeigt sich D.O.N wirklich als Multiplayer-Spiel, wo derlei Balance-Probleme nicht mehr so sehr ins Gewicht fallen. Das mag nun sehr negativ klingen, soll aber nur verdeutlichen, dass D.O.N kein Spiel für den Hardcore-Gamer ist. Für Partys mit Videospiel-Neulingen dürfte es sogar ein hervorragender Kandidat sein, vor allem naturgemäß für Fans der Manga- und Anime-Serien. Dazu sei gesagt, dass für Allein-Spieler gar nichts geboten wird, Story-Modus und dergleichen sucht man vergeblich. Das Vorbild SSBM bleibt ungeschlagen, das Experiment Battle Stadium D.O.N auf der anderen Seite ist nichtsdestotrotz geglückt. Ein Nachfolger mit mehr Charakteren und, wie gesagt, einer gehörigen Portion Feinschliff könnte ein echter Hit werden. Was uns aktuell gegeben ist, ist ein Spiel für begeisterte Dragon Ball-/Naruto-/One Piece-Fans mit SSBM-Faible.
 
Daher für Einzelspieler mittelmäßig und im Mehrspielermodus sehr gut
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
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Leserwertung:
8.4