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Battle Stadium D.O.N

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Selbstverständlich, und das ist der Haken an der ganzen Sache, ist Battle Stadium D.O.N ein nur in Japan erhältliches Spiel. Wer er spielen, muss also erstmal importieren. Doch lohnt sich das überhaupt? Prinzipiell ja. Die Sprachausgabe ist größtenteils in Englisch und alle Modi sind problemlos zu erreichen, ebenso lassen sich im normalen Multiplayer-Modus alle Einstellungen auch von Japanisch-Unkundigen machen. Probleme macht allerdings der Missions-/Arcade-Modus. Hier muss man auf einem von vier Schwierigkeitsgraden mehrere Kämpfe bestehen, um am Ende gegen einen Endgegner zu kämpfen. Spielt man auf Schwierigkeitsstufe “Easy”, hat man beispielsweise vier Kämpfe zu bestehen, wovon zwei einen besonderen Auftrag an den Spieler stellen. Das reicht von “50 mal springen”, “60 Sekunden lang ducken” über “Setze keine Spezial-Attacken ein!” bis “Nicht springen!”. Je schwieriger die Aufgabenstellung, desto mehr Münzen bekommt man für das erfolgreiche Bestehen. Problem dabei ist: Die Aufgabestellung ist auf Japanisch. Nun gibt es auf der bekannten Seite GameFAQs.com zwar Übersetzungen, allerdings erscheint die Aufgabenstellung nur für sehr kurze Zeit am Bildschirm und ist im Start-Menü nicht aufrufbar.  Hier hilft nur ein gutes fotografisches Gedächtnis. Einfach sind die Missionen, in denen irgendeine Zahl enthalten ist. Steht eine 50 in der Aufgabe, ist das sicher die Aufgabe, in der man 50 mal springen muss. Steht eine 60 am Anfang, muss man den Gegner in 60 Sekunden besiegen. Steht aber keine Zahl dabei, muss man sich einprägen, welche Zeichen man gesehen hat. Es ist nicht allzu schwierig, sich an die Missions-Typen zu gewöhnen, aber sicher ein klein wenig nervig, vor allem für Leute, die gar kein Japanisch können. Dennoch, abgesehen vom Missions-Modus erscheinen keine kurz-aufblinkenden japanischen Texte. Kenntnisse sind da lediglich noch für den "Hacha! Chike!”-Modus erforderlich, eine Multiplayer-Variante, in der man alle im Spiel enthaltenen Effekte, die eigentlich durch Items ausgelöst werden, als Standard einstellen kann. So laufen je nach Einstellung alle Spielfiguren schneller, springen höher,  es erscheinen non-Stopp Bomben zum Werfen, und so weiter.

Die Slot-Machine
Eben wurden Münzen erwähnt, die man durch das Erfüllen von Missionen bekommt. Diese Münzen sind erforderlich für die Nutzung der Slot-Machine, die nach jedem Durchgang des Missions-Modus erscheint, falls man Münzen eingesammelt hat. Mit der Slot-Machine werden neue Charaktere und Levels freigeschaltet. Der Ablauf sieht dabei wie folgt aus: Zuerst muss man dreimal das Jump-Symbol in einer Reihe erreichen, egal ob nebeneinander oder diagonal. Hat man das geschafft, kommt man zu einer zweiten Slot-Machine, in der man dreimal ein Fragezeichen-Symbol erreichen muss. Hat man auch dies geschafft, wird etwas freigeschaltet (solange es etwas freizuschalten gibt). Das hört sich jetzt recht witzig an…..IST ES ABER ÜBERHAUPT NICHT! Wirklich, wer sich dieses System ausgedacht hat, gehört… sollte eine Woche lang ununterbrochen RTL2 gucken müssen! Eben hieß es “hat man das geschafft”… man schafft es normalerweise nicht. Man drückt A, A und A, und alle drei Räder der Slot-Machine stehen still. Jeder Normalsterbliche hat dann bestenfalls drei der zahlreichen anderen Symbole nebeneinander, wofür es Bronze- oder Silber-Karten gibt, die man im "Hacha! Chike!"-Modus braucht, um dort mit den Karten die Effekte-Bedingungen einzustellen. Glücklicherweise hat das Spiel Nachsicht, und nach einigen erfolglosen Versuchen werden alle, außer die angestrebten, Symbole deaktiviert, und man kann nur noch die gewünschten Symbole in Reihe bekommen. Man hat also trotz allem recht schnell alles freigeschaltet, dennoch ist es äußerst demotivierend, hoffen zu müssen, dass die Slot-Machine endlich in den Automatik-Modus schaltet und einen die erhofften Symbole anzeigt.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
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Leserwertung:
8.4