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Batman Begins

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 Spiel-Infos: Batman Begins
Batman Begins Boxart Name: Batman Begins (PAL)
Entwickler: Eurocom Entertainment Software
Publisher: Electronic Arts
Erhältlich seit: 16. Juni 2005
Genre: Action
Spieler: 1
Features:
Dolby Pro Logic II
Superhelden haben´s schwer. Besonders wenn sie, ganz atypisch, über gar keine Superkräfte verfügen, und darüber hinaus auch noch mit inneren Dämonen zu kämpfen haben. Chris Nolans Verfilmung um den Batman-Mythos weicht stark von der comiclastigen Inszenierung seiner beiden Vorgänger Tim Burton (düster-grotesk) und Joel Schumacher (poppig-schrill) ab, und zeichnet einen realistischen Helden, einen Menschen wie du und ich, der zuallererst mit seinen eigenen, inneren Ängsten hadert. Gemäß der alten Tradition: jeder Superheldeninkarnation auf der Leinwand ihr eigenes Videospiel, beehrt EA Games alle gängigen Spieleplattformen, darunter auch den Nintendo GameCube, mit der Filmumsetzung des Kinoknüllers Batman Begins. Ob es sich dabei um die übliche Actionkost handelt, oder der Tiefgang des Films erreicht wird, erfahrt ihr im folgenden Test.

Am Anfang war die Fledermaus
Das Spiel Batman Begins erzählt im Wesentlichen die Handlung des Films, wobei im Unterschied zum Kinostreifen auf die Details der Wandlung des traumatisierten Milliardärs Christian "Bruce Wayne" Bale zum schwarz gewandeten Rächer Gotham Citys nicht näher eingegangen wird. Stattdessen gibt´s einen direkten Einstieg in die Action, im Handgemenge mit einer Hand voll böser Buben wird die Kampfsteuerung näher erläutert. Einige Gefechte und Cutscenes später finden wir uns (in einer Art storybezogenem Rückblick) in einem Kloster im Himalaya wieder, wo Bruce Wayne, diesmal noch in zivil, in die grundlegende Spielmechanik eingeweiht wird. Nur wer seine Angst besiegt, sich lautlos der Wahrnehmung des Gegners entzieht, und im richtigen Moment blitzschnell zuschlägt, kann selbst gegen einen zahlenmäßig überlegenen und schwer bewaffneten Feind bestehen. Nach einem Geplänkel mit seinem Mentor Liam "Henry Ducard" Neeson, zerschlägt der zukünftige Fledermausmann die dubiose Sekte "Gesellschaft der Schatten", und tötet deren Anführer "Ra´s Al Ghu". Szenenwechsel. In Gotham City braut sich etwas zusammen, die Unterwelt ist in Aufruhr. Ein großer Coup scheint geplant, Finsterlinge wie der Gangsterboss Carmine Falcone oder der etwas wahnsinnige Dr. Crane (auch bekannt als "Die Vogelscheuche") sind nur die Spitze des Eisbergs. Also reingeschlüpft in das formschöne Ganzkörperkondom. Gut, dass Bruce Wayne seine Hausaufgaben gemacht hat, mit einem etwas exzentrischen Auftreten allein lässt sich das kriminelle Fußvolk nämlich nicht beeindrucken.
Batman Begins
Nachtaktiver Jäger
Neben den anfangs erwähnten Tutorialabschnitten geht´s nun ans Eingemachte. Der Weg führt uns in die Docks von Gotham City, Falcones Schwarzmarktclub, die "Narrows" (das wohl ungemütlichste Stadtviertel der Megametropole), weiters besuchen wir das Arkham Asylum, ziehen uns in das Wayne Manor (home sweet home) zurück, und zu guter Letzt steht eine gemütliche Fahrt mit Gotham´s Schwebebahn am Programm. Dabei scheint es, dass Batman nicht bei den Schwarzen Schatten, sondern bei Sam Fisher in die Lehre gegangen ist. Seine Vorgangsweise erinnert nämlich frappant an den modus procedendi des Splinter Cell Helden. Prinzipiell gilt: so unauffällig bleiben wie möglich ist die Devise. Wie der namensgebende Flattermann segelt Batman lautlos durch die Lüfte, das Anschleichen, Klettern, und um-die-Ecke-Spähen hat er sich jedoch vom berühmten NSA Agenten abgeschaut. Idealerweise schleicht man sich von hinten an den Feind ´ran, und erledigt ihn, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Nett auch der Trick, einen Gauner zu einem kleinen Hochseilakt "einzuladen".  Doch wenn man es mit einer Armee bis auf die Zähne bewaffneter Banditen zu tun hat, muss man schon etwas tiefer in die Trickkiste greifen.
 Autor:
Alfred Fank
Testbericht
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Leserwertung:
8.0