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Baten Kaitos

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 Spiel-Infos: Baten Kaitos
Baten Kaitos: Die Schwingen der Ewigkeit und der verlorene Ozean Boxart Name: Baten Kaitos (PAL)
Entwickler: Monolith Software
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 01. April 2005
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1
Features:
2 Discs, Dolby Surround Pro Logic II
Baten Kaitos: Die Schwingen der Ewigkeit und der Verlorene Ozean, welch ein Name. Namco hat sich für das GameCube-exklusive Rollenspiel, hinter dem eine illustre Riege an Entwicklern (nämlich Monolith Soft und tri-Crescendo) steckt, mitnichten einen Allerweltsnamen einfallen lassen. Ob das Spiel ebenso außergewöhnlich ist wie sein Titel, und wie sich Baten Kaitos im direkten Vergleich mit Tales of Symphonia, Namcos Inhouse-Konkurrenz schlägt, erfahrt ihr im folgenden Test.
 
Über den Wolken...
Auf jeden Fall ungewöhnlich ist das Setting, in dem Baten Kaitos spielt. Als vor Jahrtausenden der böse Dämon Malpercio geschlagen und verbannt wurde, legte sich ein dunkler Gifthauch über das Land - die epische Schlacht hatte ihre Spuren hinterlassen. Also verließen die Menschen Mutter Erde und erhoben sich in die Lüfte, um als geflügelte Wesen auf malerischen Eiländern in den Wolken eine neue Existenz aufzubauen. All dies ist lange, lange her, die Legende um Malpercio geriet in Vergessenheit. Die Menschen organisierten sich in fünf Königreichen, von denen Alfard, unter der Terrorherrschaft des machthungrigen Imperators Geldoblame, eine Vormachtstellung anstrebt.
Baten Kaitos
Unter diesen Bedingungen schlüpfen wir zu Beginn des Spiels in die Haut des jungen Kalas, genauer gesagt in seinen Kopf, denn anders als in anderen Genrevertretern übernimmt der Spieler eben nicht direkt die Rolle des Protagonisten. Der Spieler ist eine Art persönlicher Schutzgeist, der zu Kalas spricht, und ihn so auf seinem Weg begleitet und führt. Und was für ein Weg das ist. Kalas´ Onkel Georg und Bruder Fee wurden von den Schergen des Imperators ermordet. Unser Held überlebte nur mit Glück, und findet sich im abgelegenen Dorf Cebelrai wieder, wo er vom örtlichen Medicus wieder aufgepäppelt wird. Nun schwört Kalas Rache.

Daedalus und Icarus

Kalas kann von Glück sprechen, einen so verständigen Schutzgeist wie uns an seiner Seite zu haben. Der junge Heißsporn hat mit dem einen oder anderen Persönlichkeitsdefizit zu kämpfen. Seine innere Zerrissenheit findet auch optisch ihren Ausdruck: Kalas wurde mit nur einem Flügel geboren, dank seines handwerklich überaus begabten Onkels, ist er seit frühester Kindheit mit einer Flügelprothese ausgestattet, die ihm sein "Anderssein" erleichtert. Doch keine Sorge, es bleibt nicht ausschließlich an uns hängen, den Racheengel auf die richtige Bahn zu bringen, was wäre ein Rollenspielprotagonist ohne seine Party? Schon im Moonguile Forest nahe Cebelrai trifft Kalas auf das geheimnisvolle Mädchen Xelha, und rettet sie aus den Fängen eines Ungetüms. Als die beiden tiefer in den Wald vordringen, entsiegeln sie unabsichtlich einen Teil des bösen Gottes Malpercio, das Imperium ist sofort zur Stelle, und sichert sich das dunkle Fragment. Tja, dumm gelaufen. Da Kalas aber ohnehin ein Hühnchen mit diesem Pack zu rupfen hat, liegt es nahe, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Den Tod von Georg und Fee zu rächen, und so nebenbei verhindern, dass der Imperator den fiesen Gott Malpercio wiedererweckt, das hat doch was. 

...muß die Freiheit wohl grenzenlos sein
Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Das Imperium strebt ganz offensichtlich danach, alle Teile von Malpercio zu reaktivieren und den bösen Gott wieder auferstehen zu lassen. Alle fünf Königreiche müssen besucht, und die Siegel rechtzeitig lokalisiert werden. Gut, dass sich auf dem Weg ein paar mutige Mitstreiter finden, welche für tatkräftige Unterstützung sorgen. Neben der magieerfahrenen Xelha trefft ihr den kernigen Seeman Gibari, Lyude, einen in Ungnade gefallenen imperialen Botschafter, Savyna, eine mysteriöse Killerin, und Mizuti, ein nicht minder obskures "Kind der Erde". Zu sechst (bzw. zu siebt, wenn man den Spieler als Schutzgeist dazuzählt) sollte doch etwas zu machen sein. In einer Himmelswelt ist dies jedoch gar nicht so einfach, das geeignete (flugtaugliche) Fortbewegungsmittel will erst einmal gefunden werden. Außerdem ist es unumgänglich, die Regenten der einzelnen Himmelstaaten von den Ambitionen des Imperators zu überzeugen, um sie als mächtige Bündnispartner zu gewinnen. Ein schwieriges Unterfangen, wie sich bald herausstellen wird.
 Autor:
Alfred Fank
Testbericht
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Leserwertung:
8.6