GameCube » Tests » A » Asterix & Obelix XXL

Asterix & Obelix XXL

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Auch den Charakteren hätte das eine oder andere Polygon sicherlich nicht schlecht getan, viele Grafikfehler und ein deutlicher Aufbau vieler Objekte lassen ebenso an den Fähigkeiten der Entwickler zweifeln, wie die oft einfach nur lächerlichen Animationen in den Zwischensequenzen. Wobei euch diese aus einem ganz anderen Grund in Erinnerung bleiben werden…

Wenn Synchronsprecher gehörlos sind…

Zumindest könnte man davon ausgehen, wenn man die deutsche Sprachausgabe vernommen hat. Hier sind nicht etwa die Sprecher aus den Filmen am Werk, sondern anscheinend hat man die erstbesten Leute von der Strasse genommen und sie die Texte herunterleiern lassen. So einen Eindruck bekommt man zumindest, wenn man eine der Cutscenes angeschaut hat, wobei hier vor allem Obelix für den einen oder anderen ungewollten Lachkrampf verantwortlich zeichnet, hörte er sich doch noch nie debiler an und erweckt nun hier vollkommen den Verdacht, den IQ eines Toastbrotes zu besitzen. Natürlich braucht man hier gar nicht erst Lippensynchronität zu erwarten und so wird es sehr schwer sein, die ohnehin sehr konstruierte Handlung ernst zu nehmen.
Die Musik des Spiels kann man mit einem Wort treffend bezeichnen: Unpassend. Euch wird zwar solide Durchschnittskost geboten, doch wenn Asterix auf die Römer losgeht und dabei ein Soundtrack der Marke „Techno für Anfänger“ dudelt, kommt einem die Eingebung, dass die Musik wie aus einem anderen Spiel und einfach nur deplatziert wirkt. Das legt sich hin und wieder, wenn man passende Sounds zu den jeweiligen Gebieten hört, zieht sich aber trotzdem fast durchgehend durchs Spiel. Die Soundeffekte sind leider zu nichts sagend, einzig die vorbei zischenden Römer sind wirklich gelungen und stehen ihrer Vorlage in nichts nach. Leider verbleiben aber die meisten anderen Soundeffekte im Hintergrund und sind dadurch schnell wieder vergessen.

Ein großes Paket voller Langeweile

Das große Problem von Asterix & Obelix ist seine Eintönigkeit. Das Hauptelement des Spiels liegt beim Kämpfen, aber diese verlaufen zu ähnlich und die Gegner strotzen auch nicht gerade vor Intelligenz. So drückt man die meiste Zeit des über 20 Stunden dauernden Spiels auf den A Knopf, da die Spezialattacken im Grunde fast sinnlos sind, weil normales Gehämmer auf den Schlagknopf fast immer mehr bringt, als die zeitintensive Eingabe der Sonderangriffe. Und ein anderes Element, das dieses Manko abfedern kann gibt es nicht, denn der Rätselanteil, bei dem man die beiden Helden getrennt einsetzen muss, ist viel zu gering und die Aufgaben selbst nicht besonders anspruchsvoll. Im krassen Gegensatz hierzu ist der Umfang zu nennen, der mit mehr als 40 Leveln in sechs Gebieten wie Griechenland, Ägypten und natürlich Rom, alles andere als gering ist. Doch nützt dies herzlich wenig, wenn die Motivation schon bald im Keller ist und man sich schnell das Spiel deutlich schlanker in Sachen Umfang wünscht. Für anspruchslose Spieler, die einfach nur abschalten wollen, dürfte die eine oder andere nette Stunde mit dem Spiel durchaus drin sein, nur gibt es auch für diese genügend andere Alternativen und spätestens wenn der Schwierigkeitsgrad anzieht, werden auch diese keine Lust mehr haben sich mit den Galliern durch unzählige immer gleiche Gegnermassen zu prügeln.
 
Daher für Einzelspieler schlecht bis dürftig.  
 Autor:
Oliver Sautner
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-