Erste neue Strategie von Iwata!

News vom 06-06-02
Uhrzeit: 21:58

Erstmals in einem Business-Treffen in Tokio ist der neue Nintendo Präsident Satoru Iwata den Marktanalysten erstmals öffentlich gegenüber getreten. Eigentlich prophezeite man nach dem Wechsel des Oberhauptes keine großen Veränderungen. Doch schon gibt Iwata seine neue Strategie bekannt.

Vormals sieht er keinen Sinn darin, immer besser ausgestattete, immer kraftvollere Spielmaschinen zu entwickeln. Er kritisiert damit vorallem Sony mit den diversen innovativen Ankündigungen zur PS3 und meint, dass in allzu ferner Zukunft kein Nachfolger des GameCubes geplant sei.

"Als ob man für einen König koche, der schon satt ist." Laut ihm wird es immer schwerer den Kunden mit neuem zu überraschen und ergänzte mit "und den Entwicklern gehen langsam die guten Ideen aus". Er setzt deshalb in Zukunft lieber auf gute, glatt produzierte Spiele in schneller Folge. Den Anfang werden Mario Party 4 und Wario World machen - beides Titel die in nicht allzu langer Entwicklungszeit entstanden werden sein.

Es scheint als drehe er damit den sonst so für Nintendo bekannten Innovationen den Kopf und setzt lieber auf billigere intensivere Massnahmen. Zurückzuführen ist das bestimmt auf den japanischen Markt, auf dem der GameCube monatlich mit lediglich ein bis zwei Titel versorgt wird.

Iwata möchte außerdem den erhöhten Anteil der Spieleproduktion extern [bei 3rd Parties] entwickeln lassen, hingegen die Hauptfranchisen wie "Mario" oder "Zelda" selbst bei Nintendos InHouse Studios. Der eigentlich für das nächste Jahr versprochene Anteil an Innovation bleibt wohl aus. Nachfolger zu Nintendo 64-Hits wie 1080°:White Storm, Mario Golf, Mario Tennis oder Mario Kart weisen ein wesentlich höheres Hitpotential auf, als teure Neuentwicklungen wie es beispielsweise Animal Forest oder Animal Leader waren.

"Es ist egal, mit was für einem Produkt man herauskommt. Es wird die Leute schon bald langweilen," meint Iwata. Auch dem Online-Gaming ist er stark abgeneigt und will sie nicht forcieren. Man könne das Mittel der Kommunikation auch anders einsetzen. Damit meinte er vorallem die Verbindung zwischen Game Boy Advance und GameCube.

"Wir wollen so viele gute Spiele vorlegen, dass sich der Kunde zu seiner Playstation 2 noch einen Gamecube in sein Zimmer stellt." Er verglich sich auch sonst sehr oft mit Sony, die bis jetzt 30 Millionen PS2s an den Mann bringen konnten. Denn zum Verkaufserfolg peilt man ein hohes Ziel an. Laut Iwata sollen bis im Jahre 2005 50 Millionen GameCubes verkauft werden - und in diesem Jahr erscheint voraussichtlich die PlayStation 3.

Weitere Kommentare zu Satoru Iwatas neuer Strategie ersparen wir uns an dieser Stelle und möchten auf unser Forum oder die Kommentarfunktion weisen. Weitere Berichte zu diesem Thema gibt es auch auf Spiegel-Online, GamesMarkt und unseren Kollegen von Nintendofans oder Puissance-Nintendo.


 Autor:
Thomas Fontana 
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