Interview mit Iwata zum Revo-Controller

News vom 17-09-05
Uhrzeit: 15:02
Nach der weltweiten Ankündigung des Revolution-Controller muss Satoru Iwata, Präsident von Nintendo, natürlich in vielen Interviews Rede und Antwort stehen. Auch die Kollegen von Spiegel-Online konnten dem Herrscher des Nintendo Reichs einige Fragen bezüglich des neuen Controllers und der Zukunft der Videospiele stellen.
 
Laut Iwata entsteht eine immer größere Kluft zwischen Leuten die Videogames spielen und denen, die es nicht tun. Um diese Kluft zu verringern muss die Branche umdenken. Besonders die Handhabung des Controllers spielt dabei eine wichtige Rolle. Viele neue Gamer schreckt die derzeitige Situation der Handhabung der Controller ab. Zum Spielen werden immer zwei Hände benötigt, womit sich manche überfordert fühlen. Der Revolution-Controller ist anders. Dieser kann "mit nur einer Hand und ganz intuitiv benutzt werden", denn die Leute wissen, wie sich eine Fernbedienung benutzen lässt.
 
GameCube - "Nintendo Revolution Controller"-Screenshot
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Doch wie sieht es mit den Videospielen der Zukunft aus? Müssen die Spieler umdenken? "Was bisher existierende Spiele angeht, die wird man mit dem neuen Controller gut spielen können." Mit der Joystickerweiterung sollen sich uns bekannte Spiele, z.B. Metroid Prime sogar noch besser spielen lassen. Der Controller mag zunächst für Gamer gewöhnungsbedürftig erscheinen, doch "sobald sie ihn anfassen und benutzen, werden sie den Controller selbst schnell völlig vergessen."
 
Laut Iwata sollen sich bestimmte Genres, etwas Hüpfspiele, oder Angelsimulationen perfekt mit dem neuen Controller steuern lassen. "Wir versuchen auch experimentelle Dinge, etwa mit dem Controller in der Hand so zu tun, als ob er ein Modellflugzeug ist, um das gleiche auf dem Fernsehschirm zu simulieren." Viele Entwickler werden sich zwar zunächst auf diese neue Erfindung einstellen müssen, doch gerade das Neue ist der Reiz an der ganzen Sache. "Andere sorgen sich vielleicht, dass wir keine Unterstützung von den externen Entwicklern bekommen könnten, weil sie keine Multi-Plattform-Spiele machen können, weil unser Input-Mechanismus so anders ist. Ich kann diese Angst nachvollziehen. Aber in Abhängigkeit davon, was für Spiele, was für Kontrollsysteme sie anbieten, gibt dieses Gerät ihnen intuitiveres und einfacheres Gameplay." Nintendo will auf die Spieleentwickler eingehen. Bestimmte Referenztitel der heutigen Generation wurden schon als Beispiel dem Revolution-Controller angepasst. Damit will man den Entwicklern zeigen, wie sie ihr Spiel ganz einfach und mit wenig Aufwand umsetzen können, evtl. bieten sich so sogar noch bessere Steuerungsmöglichkeiten, als bei anderen Plattformen.
 
GameCube - "Nintendo Revolution Controller"-Screenshot
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Zum Schluss gab Iwata noch bekannt, dass er Shigeru Miyamoto gebeten hat, ein neues Mario-Spiel zum Start der Konsole zu entwickeln, bisher hat dieser aber noch nicht geantwortet. Iwata selbst wünscht sich aber auf jeden Fall ein neues Mario-Spiel.
 
Das komplette Interview, bei dem Iwata auch noch auf die Konkurrenz und die Preispolitik von Nintendo eingeht, könnt ihr bei Spiegel-Online nachlesen, es lohnt sich!
 
Quelle: Spiegel-Online

 Autor:
Stefan Böhne 
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