Das Revo Pad & die Entwickler im Dunkeln?

News vom 23-07-05
Uhrzeit: 2:42
Gesichtet wurde es - das Revolution Pad - doch ohne Revolution. Oder besser gesagt, was ein 3rd-Party Entwickler bisher in den Händen hält, wenn er sich um Revolution Software kümmert. In Bildform zu Gesicht bekommen hat es Teddman, der u.a. für die Videospiel-Seite Got-Next arbeitet, bei einem amerikanischen 3rd Party Entwickler. In der Vergangenheit hatte er sich als gute Quelle beweisen können (u.a. Jak X, True Crime 2 mit Location NY)  - also wollen wir seinen Ausführungen erst mal Glauben schenken. 

Im Grundsatz handelte es sich dabei um einen WaveBird Controller - einzig mit Nintendo Revolution statt Nintendo GameCube als Aufschrift (in der gleichen Font), und dem klassischen SNES Button-Layout: Also Raute statt Kreis-Anordnung wie beim Cube mit A in Rot, B in Gelb, Y in Grün und X in Blau. Die Unterseite des Pads bekam er leider nicht zu Gesicht. War die ganze Geheimnistuerei um das Pad also nur heisse Luft von Nintendo?

  Revolution Dev-Kit Joypad Mock-Up

Es ist in der Tat halb so wild, wie bisher alles klingt. Nintendo lieferte üblicherweise die ersten Dev-Kits mit Vorgänger / Standard-belegten Pads an die Entwickler aus. Insofern wenig überraschend, dass sie für Revolution modifizierte WaveBird Pads verwenden - wurden kabellose Pads doch sowieso schon für Nintendo Revolution bestätigt. Das Ganze passt auch gut zu den aktuellen Dev-Kits, welche den Entwicklern für Revolution Projekte zur Verfügung stehen: übertaktete GameCube Hardware muss zurzeit genügen - auf einer solchen Lösung lief auch die kurz gezeigte Metroid Prime 3 Präsentation in Echtzeit.
Da Revolution voll und ganz auf dem GameCube API (Application Programming Interface) aufsetzt, gibt es nur wenige Probleme bei einem späteren Umstieg auf die finale Hardware. Gängiges Prozedere - so wurden bei Perfect Dark Zero für die Xbox 360 auf den Alpha-Kits auch massig Effekte deaktiviert, damit es auf den deutlich Performance schwächeren Kits trotzdem noch flüssig lief - so gab es halt wenig beeindruckende Bilder wie von ner alten Xbox, statt beeindruckender Dia-Show.
 
Doch welchen Schluss ziehen wir daraus? Die westlichen 3rd-Partys sitzen offenbar noch im Dunkeln, was die neuen Features des Nintendo Revolution betrifft. Mehr als übertaktete GameCube Hardware und Standard-Pad haben sie noch nicht zur Verfügung - erwarten laut Teddman eine leicht weniger kräftige Hardware als die PlayStation 3 und Xbox 360. Infos zu den Kernstücken von Nintendo Revolution scheinen noch immer nur engste Nintendo-Partner zu haben - also interne Studios und gegebenenfalls Teile von Capcom, Namco, Konami oder Sega - mit welchen man schon in dieser Generation gemeinsam an Software arbeitete.
 
Ein gutes Zeichen für Revolution? Die Zeit tickt - die Entwickler springen auf den Xbox 360 und PlayStation 3 Zug auf - lange darf Nintendo den Westen nicht mehr außen vorlassen. Denn sonst gibt es außer den Nintendo Titeln maximal Standard-Ports bestehender 360 Projekte zum West-Release in der zweiten Jahreshälfte 2006.
 
Quelle: GAForum 

 Autor:
Thomas Theiler 
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