Interview mit Eiji Aonuma über Zelda

News vom 19-02-05
Uhrzeit: 2:58
Der Produzent des kommenden The Legend of Zelda Teils für den Nintendo GameCube, Eiji Aonuma, hat ein Interview mit der französischen Zeitung Libération gegeben, in dem er nach langer Durststrecke neue Informationen zum neuem Zelda, wie auch zur Entwicklung der Four Swords Reihe gab.
 
So erzählte der heute 40 jährige über seinen Weg zu Nintendo im Jahre 1988 und dass er zuvor noch niemals ein Videospiel gespielt hatte. Stattdessen arbeitete er zuvor an mechanischen Marionetten. Somit war The Legend of Zelda - A Link to the Past der erste wirkliche Kontakt mit einem Videospiel, eine Erfahrung die ihn heute noch beeinflusst. Sein erster professioneller Kontakt mit der Reihe kam dann mit Ocarina of Time zustande, bei dem er für das Leveldesign verantwortlich war. Bei Majoras Mask und Wind Waker war er schließlich der Director und habe damit an allen 3D Episoden teilgenommen.
 
Auch auf die Four Swords Spiele, deren Entwicklung er ebenfalls leitet, kam man zu sprechen: "Four Sword ist in meinen Augen eine wahre Neuheit. Die Basisidee bestand darin, die Verbindung zwischen Game Boy Advance und GameCube für ein großes Mulitplayerspiel zu nutzen. Die durch dieses Spiel hervorgerufene Erfahrung des Spielens mit vier Spielern ähnelt keinem anderen Versuch: Das Gleichgewicht zwischen der Autonomie jedes Spielers, die für bestimmte Aktionen bewahrt wurde und die gemeinsame Verpflichtung, zu der das Spiel ausruft, ist sehr genau ausgearbeitet worden." Damit wäre auch die sonstige Einsamkeit des Helden (Link) gebrochen worden, was wohl für manche Spieler erstmal ein Schock bedeutet habe. "Ein einzelnes, als auch gemeinsames Schicksal: Man rückt zusammen vor, aber man gewinnt alleine." Diese neue Spielerfahrung werde sich vor allem mit dem Nintendo DS und seinem drahtlosen Kommunikationssystem weiterentwickeln, für welches Aonuma nochmals ein neues Four Swords bestätigte. Die Entwicklung von Four Swords hatte zudem einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Nintendo DS "Die Ideen zum Gameplay die wir mit Four Swords bekamen, gaben uns ein gutes Beispiel, was für Spiele auf dem DS möglich wären und was für eine Art von Vorteilen die beiden Screens erlauben würden." Heute hätte man realisiert, dass es eine Schande war keine Demonstration eines echten, großen Zelda Spiels kreiert zu haben.
 
Schließlich äußerte Aonuma sich zum kommenden Wind Waker Nachfolger für den GameCube: "Die nächste für den GameCube geplante Episode von Zelda ist bereits auf dem Weg, aber ich kann nichts weiter dazu sagen. Sie kennen das Abkommen: Sogar der Titel und das Thema sind noch geheim. Dieses nächste "große" Zelda, welches chronologisch der Wind Waker Episode entspricht, wird in Japan Ende 2005 herauskommen. Ich bin zu 200 Prozent an seiner Entwicklung beteiligt und ich kann nur ein Geheimnis verraten: Es wird sehr, sehr schön sein."
 
Auf die Frage hin, ob er Videospiele als Kunst bezeichnen würde, sagte Aonuma: "Ich weiß nicht, aber ich weiß dass es nicht nur Unterhaltung ist. Ich erhebe nicht den Anspruch Künstler zu sein, aber ich bin sehr glücklich mich in einer Entwicklung zur Überlegung dieser Frage zu sehen. Es gibt gute Gründe, Videospiele mit anderen Künsten zu vergleichen, da es bildliche und musikalische Formen leiht."
 
Auf die abschließende Frage, wie er persönlich Link sehen würde antwortete er, Link sei ein Junge der nicht nur immer glücklich und verspielt ist, sondern auch begabt genug um aus jeder Situation herauszukommen.

 
Quelle: Libération

 Autor:
Oliver Sautner 
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