Neues Interview mit Satoru Iwata

News vom 06-07-04
Uhrzeit: 21:14
In einem Interview von der Japan Econimic Foundation kommentierte Nintendos Präsident Satoru Iwata die Präsenz der Firma in der Spieleindustrie und der Zukunft. Hier einige herausgefilterte Schlüsselpunkte des Interviews:

Iwata denke, die Anzahl der Spieler würde sich verringern, wenn die Industrie ihren derzeitigen Kurs beibehält. Nintendo hatte eine "schwere Zeit" in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2003, aber die Verkäufe haben sich während der Ferienzeit verbessert. Sonys PS2/DVD-Recorderhybrid PSX ist laut Iwata "keine Spielemaschine, sondern ein Heimelektronikgerät".

"Wir werden Software herausbringen, die für verschiedene Altersgruppen geeignet sind. Ich denke, der Charme eines Donkey Konga ist mit der Tatsache begründet, daß sogar ein dreijähriges Kind das Spiel spielen kann."
Spielesoftware sollte weder explizit auf Kinder abgezielt sein, noch auf Erwachsene. Stattdessen werden wir Software entwickeln, die jeder schnell verstehen kann. Gleichzeitig ist die Produktion von Software, die auch Erwachsene bereitwillig akzeptieren, es wert, untersucht zu werden - meint Iwata.

Weiterhin bemerke Iwata, dass Sonys Online-Golfspiel sich nicht so gut wie die Offline-Version verkaufe - das wäre laut Iwata "ein Beweis, dass die Kunden keine Online-Spiele wollen." Er fügte hinzu: "Im Moment wollen die meisten Kunden keine Extragebühren für Internetverbindungen bezahlen, und für manche ist das Verbinden selbst immer noch nicht einfach."

Laut Iwata schnellen die Spieleentwicklungskosten so schnell empor, daß der Prozeß der Entwicklung nicht mehr profitabel ist.
Nintendos Präsident sagte, dass mehr co-entwickelte Spiele mit 3rd-Party-Studios auf dem Weg sind: "Wir planen Zusammenkünfte nicht nur mit Japanischen Firmen, sondern mit Studios weltweit zu vereinbaren. Gerade jetzt halten wir Rücksprachen mit großen westlichen Spieleentwicklern und werden - falls alles gut läuft - am Jahresende in der Lage sein, ein Abkommen zu vereinbaren."

Er kommentierte Nintendos Verhältnis mit Bandai: "Eine nähere Zusammenarbeit wäre vorteilhaft für beide Seiten. Es wäre schön, wenn die beiden Firmen zusammenarbeiten würden um etwas Interessantes zu erschaffen."

Sobald es Neues von Iwata gibt, werden wir natürlich darüber berichten.

Quelle: IGN

 Autor:
Timo Wienekamp 
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