HdR: Drittes Zeitalter Impressionen

News vom 21-05-04
Uhrzeit: 16:49
Eigentlich war es zu erwarten, dass es nicht allzu lange dauern würde, bis die zugkräftige "Herr der Ringe"-Franchise in die Formen eines zünftigen Rollenspiels gegossen wird. Eignet sich doch J.R.R. Tolkiens Epos ganz meisterlich dafür den Schauplatz für ein Spiel zu geben, das dem Stoff inhaltlich deutlich mehr gerecht wird als die Hack and Slay orientierten Ableger, die in den letzten Monaten in die Kaufhausregale wanderten.
 
Bei The Lord of the Rings: The Third Age (deutscher Titel: "Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter") handelt es sich also um ein Rollenspiel, das sich zeitlich auf die Geschehnisse zwischen "Die Gefährten" und "Die Rückkehr des Königs" bezieht, jedoch jene der Filme nicht Event für Event rekonstruiert. Der Spieler erlebt also eine Art Rahmenhandlung, Verknüpfungen mit der Haupthandlung der Filme gibt es zuhauf, die Geschichte wird diesmal jedoch aus einer anderen Perspektive erzählt. Die spielbaren Charaktere wurden exklusiv für das Spiel entwickelt, die bekannten Protagonisten wie Frodo, Aragorn oder Legolas tauchen im Spiel natürlich auch auf. Ob sie auch spielbarer Bestandteil der Party sein können, ist bislang noch nicht bekannt. Angesichts illustrer Spielszenarien wie die Schlacht um Helms Klamm oder die Konfrontation mit dem Balrog, stehen die Chancen nicht so schlecht, dass auch Gandalf und Co. im wahrsten Sinn des Wortes zum Zuge kommen.
 

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Der Hauptcharakter des Spiels ist ein Ritter von Gondor, der sich mit seinen Getreuen auf den Weg nach Mordor macht. Der Spielablauf ist linear, dennoch gibt es zahlreiche Miniquests die man absolvieren kann. Innerhalb eines der drei Abschnitte ("Bruchtal - Minen von Moria", "Edoras - Rohan" und "Minas Tirith - Grenzland von Mordor") kann man sich frei bewegen und die Umgebung erkunden, ein willkürlicher Wechsel zwischen diesen Gebieten ist allerdings nicht möglich. Die Charaktere sind was Name, Aussehen und Persönlichkeit betrifft fix vorgegeben, der Spieler kann aber Einfluss auf Ausrüstung und Fähigkeiten nehmen.
 
Vom Gameplay her scheint man sich eher an fernöstlichen Konsolenrollenspielen à la Final Fantasy orientiert zu haben. Man bewegt sich in 3rd Person Perspektive über die Oberwelt, trifft man auf einen Gegner, wird auf einen eigenen Kampfbildschirm umgeblendet. Die Auseinandersetzungen finden rundenweise statt. Der Spieler teilt den jeweiligen Charakteren Befehle zu, die dann einer nach dem anderen ausgeführt werden. Einige gefinkelte Aktionsmöglichkeiten wurden natürlich eingebaut. So könnten z.B. Items dazu benutzt werden den Ablauf zu beeinflussen, oder einen Gegner eine Runde lang zum Aussetzen zu zwingen. Zudem können Charaktere anderen Partymitgliedern zur Seite gestellt werden, entweder um sie zu schützen, oder anderweitig zu unterstützen. Weitere taktische Manöver sind zu erwarten.
 

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Als nettes Gimmick wurden Sidequests eingebaut, in denen ihr den Part der dunklen Mächte übernehmt, euch in anderen Worten kurzfristig auf die Seite des Bösen schlägt. In diesen Bonusmissionen können zusätzliche Ausrüstungsgegenstände und Items erworben werden, die in den Hauptquests auch der "guten" Party zur Verfügung stehen. Weiters auffallend war, dass es im Spiel keine Einkaufsmöglichkeiten gibt, Ausrüstung und Items werden ausschließlich in Truhen gefunden oder von Gegnern erbeutet. Ausgedehnte Dialoge sucht der Rollenspielfan ebenso vergeblich, die Charaktere geben sich wortkarg. Ein Auto-Equip Feature rüstet die Truppe im Handumdrehen aus, wer die Stücke manuell anlegen will, kann dies natürlich auch tun.
 
Die Grafik der Vorabversion war laut den Kollegen von IGN noch nicht besonders spektakulär, und unter dem Niveau des anderen EA Titels, Return of the King. Möglicherweise war dies auf schlechte Monitore zurückzuführen, vielleicht ist das Spiel auch noch in einem zu frühen Stadium. Für Freunde klassisch-japanischer Rollenspiele, die einem Herr der Ringe-Szenario nicht abgeneigt sind, dürfte dieser Titel sehr interessant werden. Wir warten auf eine weiter fortgeschrittene Version.
 
Quelle: IGN

 Autor:
Alfred Fank 
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