GC: Ubi Soft Pressekonferenz

News vom 21-08-03
Uhrzeit: 11:14
Bei Ubi Soft drehte sich die Pressekonferenz weniger um die Spiele, sondern um das Entwicklungsland Deutschland. Zu Beginn der Konferenz liessen sie es sich trotzdem nicht nehmen, ein paar bewegte Bilder aus ihren kommenden Spielen Prince of Persia, Beyond Good & Evil, Rainbow Six 3, Uru, XIII und Far Cry zu zeigen. Letzteres wurde auch gleich als Überleitung zum eigentlichen Thema genutzt, da es bekanntlich vom deutschen Entwickler Crytek stammt. Far Cry kann mit Features wie einer enormen Weitsicht, Polybump-Mapping, einer ausgereiften KI und einer in Echtzeit berechneten Physik Engine auftrumpfen, welche alle komplett in Deutschland entstanden sind.

Das eigentliche Problem beim deutschen Spielebusiness ist das Fehlen von Entwicklern. Dass die meisten deutschen Produkte international oft nicht erfolgreich sind, wirkt auch nicht gerade ermutigend auf mögliche Talente. Ubi Soft erklärte sich diese Tatsache dadurch, dass das Videospielbusiness anders als beispielsweise in Frankreich oder England nicht zum alltäglichen Leben gehört. Dort ist es ein Teil der Gesellschaft und die Akzeptanz und dadurch auch die öffentliche Förderung ist um einiges grösser als in Deutschland. Deshalb wollen sie in Zukunft versuchen, die Talente, die ohne Zweifel auch in Deutschland vorhanden sind, zu fördern. Das alleine reicht aber nicht, denn auch die Bekanntmachung der deutschen Produkte im Ausland ist wichtig, um die Leute zum Spieleentwickeln zu motivieren. Beginnen will Ubi Soft mit ihrer erfolgreichsten deutschen Spieleserie überhaupt: "Die Siedler". Bisher waren die Teile der Serie in Europa zwar sehr erfolgreich, konnten aber beispielsweise in den USA nie Fuss fassen. Bei Ubi Soft erklärt man sich das unter anderem durch den starken Wirtschaftssimulationsanteil, was in den USA nicht so populär ist wie in Europa. Sie erhoffen sich für die Zukunft, dies durch Anpassungen zu kompensieren.

Wir können nur hoffen, dass andere grosse Publisher Ubi Softs Beispiel folgen und die vielen ungenutzten Talente in Zukunft weitern fördern werden. Das Potential ist auf jeden Fall vorhanden.

 Autor:
Cyril Lutz 
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