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The Legend of Zelda - Wie Legenden entstehen

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A Link to the Past begann in einer stürmischen Nacht, in der Link von einer flehenden Vision Zeldas, die im Verlies des Hyrule Schlosses von Agahnim gefangen gehalten wurde, erwachte und seinem Onkel nach draußen folgte, der selbst im Schloss nach dem Rechten schauen wollte. Der Donner grollte und Blitze erhellten immer wieder den Spielbildschirm, während der Regen mit realistischem Geplätscher auf den Boden niederprasselte. Ein prägender Gänsehautmoment und der Anfang eines der besten Videospiele überhaupt. Besondere Anerkennung erhielt auch die getreue Nachbildung des in Kyoto stehenden Nijo Schlosses als Schloss Hyrule ins Spiel, die nicht zuletzt dazu beitrug, dass A Link to the Past mit einem Preis des japanischen Kultusministeriums ausgezeichnet wurde. Aber nicht nur die Soundeffekte gewannen hohe Anerkennung, auch der wieder von Koji Kondo genial komponierte Soundtrack trug seinen Teil zum Spielerlebnis bei. Für diesen wurde erstmals ein Orchester ins Studio bemüht und der daraus resultierende Sound fand in digitalisierter Form Verwendung im SNES Modul, was den voluminösen Klang erklärte.

Als The Legend of Zelda: A Link to the Past am 21. Dezember 1991 passend zum einjährigen Jubiläum des Super Famicoms in Japan veröffentlicht wurde, lagen über drei Jahre harte Entwicklungszeit hinter dem Team, was sich nicht nur in über 4,4 Millionen verkauften Module lohnte, sondern auch dazu beitrug, dass die Zelda Reihe nach dem perfekt desingten Meilenstein namens A Link to the Past nie mehr die gleiche war. Für den hiesigen Markt wurde der dritte Teil des Zelda Epos übrigens das erste komplett mit deutschem Bildschirmtext unterlegte Videospiel aus dem Hause Nintendo und brachte gleichzeitig den ersten offiziellen Spielberater mit (der dem Spiel aber nicht beilag).

Traumtänzer: The Legend of Zelda - Link's Awakening
Nach den ersten sehr erfolgreichen Jahren des Game Boys herrschte ein Mangel an qualitativ hochwertigen Zugtiteln, die darüber hinaus auch mal über eine etwas längere Spielzeit verfügten, was zu einem ersten Rückgang in den Hardwareverkäufen führte. Nach dem riesigen Erfolg von A Link to the Past bei Spielern und Kritikern dauerte es nicht lange, bis die Entscheidung über einen ersten Handheldabstecher der Zelda Reihe gefallen war, von im Minispiel-Gewand steckenden Game & Watch Varianten einmal abgesehen. Im Gegensatz zu den Super Mario Land Titeln, die alle aus Gunpei Yokois Research & Development 1 Abteilung stammten, kümmerte sich diesmal EAD in Eigenregie um den Handheld Ableger und feierte damit außerdem ihr Debüt auf dem Game Boy. Der Legende nach soll die erste Initialzündung für Link's Awakening von Miyamoto selbst ausgegangen sein, der von einem seltsamen Traum berichtete, in dem er Link herumlaufen sah, bis plötzlich die Welt zu verschwimmen begann und sich als eine Traumwelt herausstellte. Damit sah der ursprüngliche Plan eine direkte Umsetzung des Konzeptes aus A Link to the Past vor, bei der aus der Licht- und Schattenwelt, einfach die Realität und eine Traumwelt werden sollte. Die Story dazu sollte unmittelbar nach dem Prequel angesetzt sein und von einem Diener Ganons erzählen, der Link mit einem Zauber in Schlaf versetzt hätte, um so aus seinen Erinnerungen an Ganon im Traum den Großmeister des Bösen wieder auferstehen zu lassen. Die Hardware des Game Boys machte diesem Konzept jedoch einen Strich durch die Rechnung, der zum Spiel und zur Geschichte führte, wie sie heute bekannt sind: Nach den Ereignissen von A Link to the Past reiste Link per Floß durch die Welt, da er seine Fähigkeiten erweitern wollte, sollte eines Tages wider Erwarten doch der Moment kommen, an dem das Böse von neuem erwachen sollte. Als sich der in grün gekleidete Held jedoch gerade auf dem Rückweg befand, geriet er mit seinem Floß in einen Sturm und strandete als Konsequenz auf einer Insel namens Cocolint, wo ihn eine junge Frau mit dem Namen Marin bewusstlos am Strand fand. Nach und nach offenbarte sich, dass besagte Insel nur den Traum eines so genannten „Windfisches“ darstellte und Link mittels magischer Musikinstrumente den Fisch mit der „Ballade des Windfisches“ wieder aufwecken musste, wollte er jemals aus diesem Traum entfliehen.
 Autor:
Oliver Sautner
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