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The Legend of Zelda - Wie Legenden entstehen

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Comeback: The Legend of Zelda - A Link to the Past
Während die beiden Zelda Spiele bei Personen, die mit Videospielen nichts am Hut hatten, keine ähnlich hohe Bekanntheit wie die Super Mario Reihe besaßen, genossen sie dagegen die Begeisterung der Spieler und die bisher veröffentlichten Titel durften in keiner wahren NES-Sammlung fehlen. Es war allerdings auch möglich, ohne eingeschaltete Konsole Zelda über den Bildschirm flimmern zu lassen: Nicht wenige werden sich hierzulande noch an jene 13-teilige Zeichentrickfilmserie erinnern, die erstmals zwischen 1989 und 1990 im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde und sich vornehmlich am ersten Teil orientierte. Es würden sich heute mit Sicherheit nur noch eine Handvoll Menschen finden, die sich wirklich für diese Serie interessieren, würde es sich dabei nicht um die bisher einzig animierte Fassung der Zelda Franchise handeln.

Um zurück zu den Spielen zu kommen: Noch während „Super Mario Bros. 3“ den letzten Feinschliff verpasst bekam, beriet sich Miyamoto mit Kollege und Freund Tezuka über den weiteren Werdegang der Zelda Reihe. Beide waren sich schnell einig, dass Zelda 3 wieder zu den Wurzeln der Serie zurückkehren und damit der eigentliche Nachfolger zum Erstling werden sollte. Das Motto hieß nun, alle schlechten Eigenschaften der Vorgänger zu eliminieren und den herausragenden Aspekten einen weit größeren Rahmen zu geben. Der nächste Schritt war es, Kensuke Tanabe als Autor zu verpflichtet, der als großer Verehrer J.R.R. Tolkiens (Der Herr der Ringe, Das Silmarillion) galt und die schon bestehenden Elemente der Geschichte stark verfeinerte, erweiterte und gänzlich neue Aspekte erfand, wie den überaus gelungenen Schöpfungszyklus, der grob zusammengefasst wie folgt erzählt wurde:

Aus dem Chaos der Gezeiten stiegen drei Göttinnen hinab: Da war Din, die Göttin der Kraft, die mit ihren flammenden Armen die Erde machte und das Land formte. Mit ihr kam Farore, die Göttin des Mutes und Schöpferin allen Lebens dieser neuen Welt. Die dritte im Bunde war Nayru, die Göttin der Weisheit. Sie schenkte der Welt Gesetze und Ordnung. Bevor sie gen Eden zogen, hinterließen sie der neuen Welt ein Symbol ihrer göttlichen Kraft, das Triforce, welches sich aus drei Teilen (Kraft, Mut, Weisheit) zusammensetzte.

Diese Erzählung gab der eigentlichen Geschichte des Spiels die nötige Tiefe, die ebenfalls aus Tanabes Feder stammte:

Das Triforce ruhte im Heiligen Land und war in der Lage, in das Herz eines jeden Menschen zu blicken und demjenigen den sehnsüchtigsten Wunsch zu erfüllen, der es zuerst berührte. Die Hylianer, ein von den Göttinnen auserwähltes Volk mit magischer Begabung, nach denen auch Hyrule benannt wurde, wussten von diesem Land und viele suchten bis zur Verzweifelung den Eingang. Schließlich gelang es dem König der Diebe, Ganondorf (sein Nachname Dragmire war eine Eigenerfindung von Nintendo of America und tauchte in den späteren Spielen nicht mehr auf), den Eingang zu finden und das Triforce in die Hände zu bekommen. Daraufhin verwandelte sich das Heilige Land in das Schattenland und Ganondorf legte seine menschliche Gestalt ab. Da er als nächstes nun auch Hyrule habhaft werden wollte, ließ Hyrules König den Eingang in das Heilige Land durch sieben Weisen versiegeln, was nur unter hohen Verlusten seiner Krieger gelang. Damit herrschte für lange Zeit Frieden, bis das Land von Dürren und Plagen heimgesucht wurde. Da wurde das Siegel auf Brüche untersucht, jedoch ohne Ergebnis und die Menschen beteten voller Hoffnung zu den Göttinnen. Genau zu dieser Zeit tauchte ein Priester namens Agahnim auf und vertrieb die Plagen mit seinen ungewöhnlichen Kräften. Die Menschen sahen in ihm einen Gesandten der Göttinnen und als Dank ernannte ihn der König zu seinem engsten Berater. Doch keiner kam darauf, dass Agahnim niemand anderes als Ganons Alter Ego war und sich im Geheimen nun daran machte, die weiblichen Nachfahren der sieben Weisen zu opfern, da so das Siegel endgültig gebrochen werden konnte.
 Autor:
Oliver Sautner
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