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The Legend of Zelda - Wie Legenden entstehen

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Genauso wie Super Mario Bros. die Geburt des modernen Jump'n'Runs darstellte, wurde mit „The Legend of Zelda“ das Genre der Action-Adventures, so wie wir sie heute alle kennen und lieben, aus der Taufe gehoben. Da die Veröffentlichung des Famicom Disk Systems für den Westen nicht geplant war, stand ein Release außerhalb Japans einige Monate im Unklaren. Glücklicherweise entschied sich Nintendo nach einigen Überlegungen doch für eine Veröffentlichung, die aber erst durch eine im Modul tickende Speicherbatterie ermöglicht wurde und damit auch endlich das Zeitalter der Spielstände auf dem NES einläutete. Anstatt im matten Gelb der Famicom-Disk erstrahlte das NES Modul im goldenen Schimmer (eine nette Abwechslung zum üblichen grauen Look). The Legend of Zelda ging insgesamt 6,5 Millionen Mal über die Ladentische in aller Welt und stellte in den USA Nintendos erstes Spiel dar, das nicht im Bundle mit einer Konsole verkauft wurde und trotzdem die Millionenmarke durchbrach. Eine Legende war geboren.

Außenseiter: Zelda II - The Adventure of Link
In Japan erschien mit dem ersten Ableger der „Dragon Quest“ Reihe fast gleichzeitig mit The Legend of Zelda ein Spiel auf dem Markt, welches ebenfalls die Unterteilung in Ober- und Unterwelt anwandte. Auch setzten beide Spiele für ihre Zeit auf eine recht umfangreiche Rahmenhandlung, auch wenn diese bei The Legend of Zelda natürlich fast ausschließlich in der Spielanleitung Erwähnung fand. In Gedanken an eine mögliche Fortsetzung zu LoZ orientierte sich Miyamoto bei seinen Überlegungen an das von ihm geschätzte Dragon Quest. Heraus kamen einige Ideen, die bis heute den ungewöhnlichsten Teil der Reihe ausmachen. Da sich aber das Kernteam der ersten Zelda-Episode schon in den umfangreichen Arbeiten um „Super Mario Bros. 3“ befand, wurden einige Mitglieder aus dem Team des gerade fertig gestellten „Doki Doki Panic“ (außerhalb Japans als Super Mario Bros. 2 bekannt) mit der Entwicklung beauftragt, während Miyamoto (Producer) und Tezuka (Advisor) eine deutlich geringe Rolle einnahmen und selbst Komponist Koji Kondo durch Akito Nakatsuka, der fast ein Jahrzehnt später durch seine Kompositionen zu Pilotwings 64 glänzte, ersetzt.

Storytechnisch waren erhebliche Steigerungen im Umfang der Hintergrundgeschichte bemerkbar, die auch heute noch zu den ungewöhnlichen Geschichten im Zelda-Universum zählt: Viele Jahreszeiten nach dem Fall Ganons und der Rettung von Prinzessin Zelda herrschte immer noch kein anhaltender Friede in Hyrule. Die Diener des gefallenen Prinzen der Dunkelheit suchten das gesamte Land nach dessen Bezwinger ab, der natürlich niemand anderer als Link war. Denn nur wenn sie dessen Blut auf Ganons Asche verteilen würden, konnte ihr Meister wieder auferstehen. Am 16. Geburtstag von Link jedoch erschien plötzlich ein leuchtendes Zeichen auf dem Rücken seiner linken Hand. Impa erkannte darin sofort das Zeichen des Triforce und geleitete Link zum Nord-Schloss. Dort befand sich eine große Tür, die sich normalerweise nicht öffnen ließ, doch Impa kannte den geheimen Weg dies geschehen zu lassen und drückte Links Hand an die mächtige Tür. Die Tür öffnete sich und dahinter lag eine junge Frau auf einem Altar, scheinbar im schlafenden Zustand. Daraufhin enthüllte Impa dem ratlosen Link die Legende von Zelda: Vor langer Zeit wurde Hyrule von einem Herrscher, der das Triforce in seinem Besitz hatte, beherrscht. Dieser brachte Frieden in das Land und goldene Zeiten brachen an. Aber auch dieser König war letztendlich nur ein Mensch und starb, so dass daraufhin sein Sohn den Thron besteigen sollte. Dieser konnte jedoch, egal wie sehr er sich auf diese Suche konzentrierte, nicht alle Teile des Triforce finden. Da gab ihm ein Magier des früheren Königs den Hinweis, dass der König vor seinem Tode mit der Prinzessin gesprochen hatte, die auf dem Namen Zelda hörte. Also wollte der Prinz seine Schwester zur Rede stellen, erntete dabei aber nicht mehr als ein Schweigen. Daraufhin drohte der Magier ihr, sie mittels eines Zaubers in einen ewigen Schlaf zu schicken, wenn sie nicht mitteilen würde, was der alte König ihr erzählt hatte. Aber sie sprach auch weiterhin nicht und der Zauberer sprach in seinem Zorn und zum Entsetzen des Prinzen den Zauberspruch aus.
 Autor:
Oliver Sautner
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